Ausflugstipps

Zu einem kurzen Ausflug von Budweis aus können wir uns z.B. zur Wallfahrtskirche nach Dobrá Voda begeben, die die ausdrucksstarke Dominante der gleichnamigen Gemeinde östlich der Stadt bildet. Sie befindet sich unweit hinter dem Rande der städtischen Bebauung, sodass wir hierher mit dem Bus des Stadtverkehrs gelangen können. Die ursprüngliche Bergbaugemeinde entstand ab der Mitte des 16. Jahrhunderts in der nähe der Silber- und Goldbergwerke, jedoch wurde sie noch berühmter durch die Heilquelle, an der in den Jahren 1630-1632 eine Kapelle als Danksagung für die Genesung errichtet wurde. Die Repräsentanten der königlichen Stadt Budweis, der die hiesigen Grundstücke gehörten, gründeten in den Jahren 1676-1677 auch ein kleines Kurbad. Sein Ruhm stieg allmählich und es nahm auch die Zahl der frommen Leute zu, die zur Kapelle nach Dobrá Voda pilgerten. Daher entschlossen sich die Budweiser, diese neue Kirche zu erbauen, deren Projekt der bekannte Baumeister Kilian Ignác Dientzenhofer erstellte; die Barockkathedrale entstand sodann im Zeitraum von 1733-1739. Der zentrale Bau wird durch eine mächtige Kuppel abgeschlossen, vor welcher der weithin sichtbare Turm emporragt. Den bildhauerischen Schmuck des Giebels schuf der Budweiser Bildhauer Josef Dietrich, die Deckenmalerei am Gewölbe der Kuppel wurde durch den führenden Künstler der Barockzeit, den Mahler Václav Vavřinec Reiner ausgeführt.

Zur Kirche führt ein Kreuzweg mit klassizistischen Kapellen, deren Nischen mit modernen Bildern geschmückt sind. An der Hauptstraße, im Tal unterhalb der Kirche, steht eine kleine Kappelle oberhalb der ursprünglichen Heilquelle. Direkt gegenüber befindet sich das altehrwürdige Objekt des ehemaligen Kurbades (Lázeňská ulice Nr. 52/1407). Von der Endstation der Buslinie kann man in das malerische Tal, Böhmische Schweiz genannt, gelangen, in welchem wir auf die Reste der einstigen Bergbautätigkeit stoßen  - Halden stillgelegter Bergwerke. verschüttete Stolleneingänge, Antriebe für Fördermaschinen. Inmitten der Böhmischen Schweiz finden wir eine kleine Talsperre aus dem Jahre 1898, die die Stadt Budweis vor dem Hochwasser schützen sollte. 

In gleicher Entfernung von der Stadt wie Dobrá Voda, nur ein wenig nördlicher, liegt Rudolfov. Auch hier wurde in der Vergangenheit Silber gefördert, das hiesige Revier des Erzbergbaus gehörte sogar zur den bedeutendsten in Böhmen. Die ersten vereinzelten Erwähnungen der Bergbautätigkeit fallen in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts, die Blütezeit der hiesigen Bergwerke wurde jedoch das 16. Jahrhundert. Die Bergbaugemeinde, die ursprünglich den Namen Velké Hory (Große Berge) oder Budějovické hory (Budweiser Berge) trug, dehnte sich rasch aus und im Jahre 1585 erhob sie Kaiser Rudolf II. in den Stand einer Stadt mit der Bezeichnung Rudolfov. Dies geschah zur geringen Freude der Budweiser, die somit nunmehr einen ernsten wirtschaftlichen Konkurrenten und gleichzeitig den Sitz der Anhänger des lutherischen Glaubens hatten, womit sich die Einwohner der katholischen Stadt Budweis nur schwer abfinden konnten.

Bei der ersten Gelegenheit, die sich während des Ständeaufstandes im Jahre 1619 bot, wurde Rudolfov durch das Budweiser Militär geplündert, wobei sich die Stadt von dieser Wunde nie wieder erholte. Die Silberförderung dauerte zwar noch einige Jahrhunderte an, jedoch mit riesigen Hindernissen und einem geringen Gewinn. Das bedeutendste und weithin sichtbare Rudolfover Denkmal ist die Renaissance-Kirche des Hl. Veit, die ursprünglich im Jahre 1556 als lutherische Kirche errichtet und erst später in eine katholische Kirche umgewandelt wurde. An der Hauptstraße unweit der Kirche befindet sich das Bergmeisterhaus aus dem Jahre 1591, der ursprüngliche Sitz des Verwalters der hiesigen Gruben (perkmistr = Bergmeister), das heute dem Stadtamt als Domizil dient. In der Straßenbiegung etwas niedriger steht hinter einer hohen Mauer ein Schlösschen, das zum Ende des 16. Jahrhunderts durch den Bergmeister Hans Höltzel von Sternstein errichtet und später im Barockstil umgebaut wurde. Seit dem Jahre 1768 diente es der Armee. In Rudolfov hatte nämlich die Schule der Artillerieschützen ihren Sitz, und es befanden sich hier große Munitionslager, von denen einige Objekte in der Nähe des Schlösschens und auf den umliegenden Feldern als einzigartiges technisches Denkmal erhalten geblieben sind. Am Hang am östlichen Rande der Stadt Rudolfov befindet sich das Schlösschen Lustenek, das um das Jahr 1580 als repräsentativer Sitz des Budweiser Salzbeamten Georg Pirchinger errichtet wurde; umgebaut wurde es in den Jahren 1707-1722 und im Jahre 1829. In der Stadt und ihrer Umgebung begegnen wir zahlreichen Relikten der Silberförderung – es handelt sich um alte Halden, verschüttete Stollen, Antriebe für Fördermaschinen und auch das System der Fischteiche, von denen der größte - Mrhal genant – heute als Naherholungsgewässer genutzt wird. Zu den bedeutendsten Denkmälern des lang zurückliegenden Bergbaus führt den Interessenten der Naturlehrpfad „Rudolf-Stadt“, wobei wir uns mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten im Stadtmuseum bekannt machen können. Ein Bergbaustädtchen war auch das benachbarte Adamov, wo das altehrwürdige Gebäude des Rathauses und die barocke Skulpturengruppe der Dreifaltigkeit aus dem Jahre 1770 erhalten geblieben sind. Noch nördlicher liegt die Gemeinde Libnič, wo ebenfalls Silber gefördert wurde, und die vor allem durch ihre Bäder bekannt wurde. Die Kurbadtradition begründeten hier die Schwarzenberger im Jahre 1681. Das große Gebäude des Kurbades stammt aus den Jahren 1714-1715, die benachbarte Kirche der Dreifaltigkeit entstand im Jahre 1788 durch den Umbau der älteren Kapelle. In der Nähe des Kurortes steht die Villa Gabriela aus dem Jahre 1895, deren Besitzer hier zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten empfingen: die Dichter Karel Mašek und Karel Toman, den Komponisten Karel Weis, den Weltreisenden Enrique Stanko Vráz, doch es weilte hier auch die spätere Schriftstellerin Marie Pujmanová, der Bildhauer Břetislav Benda, der Mahler Oldřich Koníček oder der Schriftsteller Jaroslav Bednář. Im Zweiten Weltkrieg gewährte Libnič den Literaten Karel Konrád, Jaroslav Kratochvíl und Konstantin Biebl Unterschlupf, hierher kamen auch die Schauspieler Rudolf Hrušínský bzw. Hana Vítová.

Am Horizont nördlich von Budweis erheben sich drei Dominanten – ganz rechts ist es die Kirche der Hl. Peter und Paul in Hosín, ein neuromanischer Bau aus dem Jahre 1899-1900 mit den Resten der ursprünglichen kleinen romanischen Kirche, ferner das Schloss Hluboká und dahinter die Kühltürme des Kernkraftwerkes Temelín. Mehr sagen wir über Hluboká an der Moldau.

Die einstige königliche Burg aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde häufig an verschiedene Adelsgeschlechter verpfändet, bis sie in deren faktisches Eigentum überging und sich nach und nach in einen repräsentativen Herrschaftssitz verwandelte. Es wechselten die Geschlechter Lobkowitz, Pernštejn, Ungnad aus Sunek, die Herren von Hradec, die Malovcover, der kaiserliche General Marradas und letztendlich die Schwarzenberger, die nicht nur dem Schloss die Gestalt gaben, sondern auch seiner Unterburg und der umliegenden Landschaft. Den neugotischen Umbau des Schlosses ließen in den Jahren 1840-1871 die Eheleute Jan Adolf und Eleonore von Schwarzenberg durchführen, realisiert wurde der Umbau durch die Architekten Franz Beer und danach Damasius Deworezky. Die romantische Residenz mit luxuriös ausgestatteten Interieurs, umgeben von einem englischen Park, gehört zu den meist besuchten touristischen Zielen Südböhmens. An das Schloss grenzt die Südböhmische Aleš-Galerie, die sich in der ehemaligen herrschaftlichen Reithalle befindet. In der Unterburg finden wir mehrere weitere interessante Denkmäler, insbesondere die Kirche des Hl. Jan aus Nepomuk aus dem Jahre 1845-1846, unterhalb welcher der Barockspeicher aus dem Jahre 1708 steht, sowie ferner z.B. das sog. alte Amtshaus, ein typisches Beispiel des Schwarzenbeger Baustils aus dem 19. Jahrhundert. Am Ufer des Teiches von Munice befindet sich ein gepflegter kleiner jüdischer Friedhof. Am rechten Ufer der Moldau, im Ortsteil mit dem Namen Zámostí, finden wir das Denkmal des Záviš von Falkenstein aus dem Jahre 1895; es erinnert an den ambitiösen Angehörigen des Geschlechts der Vítkovci (Wittingonen), dessen unwahrscheinlicher Machtaufstieg durch den jähen Fall abgelöst wurde – König Václav II. ließ Záviš von einer Burg der Vítkovci zur anderen bringen und deren Besitzer öffneten ihm unter Androhung der Hinrichtung von Záviš die Tore. Erst Záviš’s Bruder Vítek lehnte es ab, dem König Hluboká zurückzugeben, und so machte Václav seine Drohung war (1290). 

Unweit von Hluboká steht am Ufer des Teiches von Munice das barocke Jagdschloss Ohrada, das in den Jahren 1708-1821 der Baumeister Pavel Ignác Bayer für den Fürsten Adam František von Schwarzenberg errichten ließ. Das Schloss dient heute als Forstmuseum und in seiner engen Nachbarschaft befindet sich der Zoologische Garten, ein dankbares Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Unweit erstreckt sich der zur Erholung dienende Fischteich Bezdrev, der durch die Pernštejns in den Jahren 1490-1492 angelegt wurde, der nach dem Teich Rožmberk der zweitgrößte Fischteich der Tschechischen Republik (450 Hektar) ist. Nördlich von Hluboká beginnt das romantische Tal der Moldau, durch welches man zur Burgruine Karlův Hrádek bei Purkarec gelangen kann. Gegründet wurde sie kurz vor dem Jahre 1357 durch König Karel IV. als Jagdsitz und offensichtlich auch als beabsichtigtes Verwaltungszentrum, das jedoch bald seine Bedeutung verlor und im Laufe des letzten Viertels des 14. Jahrhunderts verödete.

Hluboká ist mit Budweis durch einen bequemen Radwanderweg verbunden, der entlang des linken Ufers des Flusses führt. Ziele kürzerer heimatkundlicher Ausflüge können auch weitere Orte werden, die mittels des Stadtverkehrs oder auf Rädern zugänglich sind. Erinnern wir zumindest an Boršov nad Vltavou mit der gotischen Kirche des Hl. Jakob und den Resten einer mittelalterlichen Feste aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, das kleine Schlösschen im benachbarten Poříčí oder an die unweit gelegene Burgruine Maškovce auf einem Felsen über der Moldau. Durch die malerische Schönheit der Landschaft hebt sich auch die Umgebung des Flusses Maltsch hervor, wo auch die Gemeinde Doudleby mit der Kirche des Hl. Vincenc und Resten eines alten slawischen Burgwalls liegt, die das Verwaltungszentrum eines großen Gebietes war. Das Gebiet um Doudleby unterschied sich unter dem heimatkundlichen Aspekt durch die Volksarchitektur, die Gebräuche, die Trachten und durch einen besonderen Dialekt. Am Fuße des Bergmassivs Blanský les liegt das Dorf Habří mit einer altehrwürdigen Feste und der Ruine der barocken Wallfahrtskirche des Hl. Veit.

Die Gegend um Budweis gehört unter anderem zu den Gebieten mit einer traditionellen gemauerten Volksarchitektur, zu deren Erscheinungsbildern auch der touristisch attraktive Bauernbarock gehört.

Die Maurer vom Lande ließen sich im 19. Jahrhundert durch die Stadthäuser inspirieren und schufen durch die Übertragung dieser Muster in das ländliche Milieu einen eigenwilligen Stil. Die reich verzierten Giebel der Häuser mit breiten Volutengiebeln finden wir auf dem Gebiet der Torfmoore um Veselí nad Lužnicí und Soběslav, aber auch in den Torfmooren von Hluboká oder Zbudov. Die schönsten Beispiele des Bauernbarocks sind z.B. in Plástovice, Zbudov, Malé Chrášťany, bzw. Vlhlavy, in Bavorovice, Munice und Opatovice in der Nähe von Hluboká, in Mahouš  und anderswo erhalten geblieben. Komplexe Ensembles dieser Volksbauwerke finden wir auch im Raum um Strýčice, etwa 15 Kilometer westlich der Kreisstadt. Es sind die Dörfer Radošovice, Záboří, Dobčice, Lipanovice und vor allem Holašovice, das dank der erhaltenen Volksarchitektur auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt wurde. Den ausgedehnten Holašovicer Dorfplatz umsäumen Gehöfte im Stile des Bauernbarocks aus dem 19. Jahrhundert, die in fast ununterbrochenen Reihen erhalten geblieben sind. Zu den außerordentlich seltenen volkstümlichen Bauwerken können wir uns auch nach Rožnov begeben, das heute einen Bestandteil der Stadt Budweis bildet. Die ältesten Gehöfte haben einen Sgraffiti-Schmuck und eine Datierung, die ihren Ursprung bis in die sechziger Jahre des 16. Jahrhunderts verrät. 

Bei einem weiteren Aufenthalt in Südböhmen ist der Besuch folgender ausgewählter Orte zu empfehlen, die mit ihren Sehenswürdigkeiten herausragen und wohin wir von Budweis aus leicht mit dem Auto, mit dem Bus oder mit dem Zug gelangen, passionierte Radfahrer auf der eigenen Achse (die genannten Entfernungen sind als Luftlinie vom Zentrum der Stadt Budweis aus gemessen):

  • Borovany (14 km südöstlich) – eine Stadt mit dem einstigen Augustinerkloster, gegründet im Jahre 1455, einem Barockschloss und einem Naturlehrpfad, der an die Zeiten der totalitären Regimes erinnert.
  • Český Krumlov (Krumau) (21 km südwestlich) – ein urbanistisches Denkmalschutzgebiet auf der Liste der UNESCO mit gut erhaltenen Bürgerhäusern, einer Burg und einem Schloss, Klöstern, einem Barocktheater, dem Schlossgarten und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten.
  • Dívčí Kámen (12 km südwestlich) – Ruine des ausgedehnten Rosenberger Schlosses im romantischen Tal über dem Fluss der Moldau, auf der benachbarten Anhöhe befinden sich die Reste des keltischen Oppidums Třísov.
  • Dobrá Voda bei Nové Hrady  (31 km südöstlich) – barocke Wallfahrtskirche vom Anfang des 18. Jahrhunderts, einst ein bekannter Wallfahrtsort mit einem Kurbad.
  • Habří (10 km westlich) – im Dorf eine mittelalterliche Feste, oberhalb des Dorfes beim Wald die Ruine der Wallfahrtskirche im Stile des gotisierenden Barocks aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.
  • Jindřichův Hradec (43 km nordöstlich) – urbanistisches Denkmalsschutzgebiet mit einem ausgedehnten Schloss, entstanden durch Umbauten einer mittelalterlichen Burg, Stadtmuseum mit einer großen volkstümlichen Weihnachtskrippe (Krýz-Krippe), Möglichkeit der Besichtigung in der Werkstatt für künstlerische Wandteppiche. Schmalspureisenbahn, Ausgangspunkt für Ausflüge zur Böhmisch-mährischen Hochebene und zum sog. Böhmischen Kanada.
  • Kleť (Schöninger) (18 km südwestlich) – höchster Gipfel des Bergmassivs Blanský les (1084 Meter ü. d. M.) mit dem ältesten Aussichtsturm aus Stein in Böhmen (1825), einer Sternwarte und einer ausgezeichneten Fernsicht.
  • Kuklov (21 km westlich) – Ruine des nicht fertig gestellten Paulanerklosters und der Kirche aus der Zeit der Wende des 15. und 16. Jahrhunderts, Reste einer Burg.
  • Lišov (11 km nordöstlich) – eine kleine Stadt mit der neuromanischen Kirche des Hl. Václav, einem Stadtmuseum und einer Galerie, sowie mit einem Privatmuseum für Spiel- und Musikautomaten; an der Straße zwischen Lišov und Rudolfov liegt der Nivellierungspunkt der Höhenmessung aus dem Jahre 1889 (sog. Locus perennis – ewiger Ort).
  • Netolice (22 km nordwestlich) – altehrwürdige Stadt mit Resten eines slawischen Burgwalls, einst ein bedeutendes Verwaltungszentrums. In der nähe befindet sich das reizvolle Renaissanceschloss Kratochvíle, das der Öffentlichkeit zugänglich ist.
  • Nové Hradynbsp;(Gratzen) (29 km südöstlich) – eine Stadt mit einer mittelalterlichen Burg (der Öffentlichkeit zugänglich), der Barockresidenz, einem Empire-Schlösschen, dem Servitenkloster (zugänglich), der Gruft des Geschlechts Buquoy und vielen weiteren Denkmälern. Unterhalb der Stadt beginnt das romantische Theresiental, das ab dem 18. Jahrhundert als Naturpark mit Pavillons, einem Kurbad, einem künstlichen Wasserfall u. ä. gestaltet wurde; am Ende des Tals steht die gotische Feste Cuknštejn.
  • Římov  (13 km südlich) – barocker Wallfahrtsort aus dem 17. Jahrhundert mit einer Kirche, der Loreta und einem einzigartigen Kreuzweg, eingebettet in der reizvollen Landschaft um die Maltsch. In einem alten Blockhaus befindet sich eine Ausstellung, die an die Geschichte der Eisenbahn erinnert, wobei hier auch Modellgleise besichtigt werden können.

  • Trhové Sviny (19 km südöstlich) – eine Stadt mit einer spätgotischen Kirche, der barocken Wallfahrtskirche der Hl. Dreifaltigkeit und auch mit dem wiederhergestellten Bušek – Hammerwerk, das als funktionstüchtiges technisches Denkmal der Öffentlichkeit zugänglich ist; Geburtsort des Protektoratspräsidenten Emil Hácha.

  • Trocnov (13 km südöstlich) – Geburtsort des Hussitenführers Jan Žižka; Areal mit freigelegten Fundamenten eines mittelalterlichen Dörfchens, dem Denkmal und einer Ausstellung, die an das Leben von Žižka erinnert.

  • Třeboň (22 km östlich) – urbanistisches Denkmalschutzgebiet mit dem Renaissanceschloss (der Öffentlichkeit zugänglich), einem Augustinerkloster, einem Park, einem Kurbad, der Schwarzenberger Gruft und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. Třeboň ist von einer Landschaft mit unzähligen Fischteichen umgeben, unter anderem auch mit dem größten böhmischen Fischteich Rožmberk.

  • Zbudov  (18 km nordwestlich) – Denkmal des legendären Führers des Bauernaufstandes Jakub Kubata.

  • Zlatá Koruna  (15 km südwestlich) – Zisterzienserkloster mittelalterlichen Ursprungs, der Öffentlichkeit zugänglich.

  • Zvíkov  (10 km östlich) – erhalten gebliebene spät gotische Turmfeste aus Zeit der Wende des 15. und 16. Jahrhunderts.

  • Žumberk (25 km südöstlich) – Renaissancefeste mit einer Ausstellung bemalter Bauernmöbel, einzigartiges Areal eines befestigen Hofes mit einer gotischen Kirche.

    Interessenten für die Geschichte unserer ältesten Eisenbahn können sich auf die Spuren der Pferdeeisenbahn Budweis-Linz begeben, die etwa entlang der heutigen Eisenbahnstrecke nach Horní Dvořiště führt. An vielen Orten sind die ursprünglichen Aufschüttungen, Einschnitte, Steinbrücken und Wächterhäuschen erhalten geblieben, in Holkov finden wir das Objekt der ehemaligen Umspannstation mit Ställen, und in Bujanov das frühere Stationsgebäude, in dessen Nachbarschaft eine kleine Ausstellung über die Pferdeeisenbahn eröffnet wurde. Das österreichische Kerschbaum unweit der Grenze bietet sogar eine Replik eines kleinen Teils der Strecke der Pferdeeisenbahn mit touristischem Betrieb.
Last modified by: Veronika Vlášková (VlaskovaV at c-budejovice dot cz)
Last modified: 19.09.2007