České Budějovice jeden Tag ein Blick hinter die Stadttore

TIPPS für Ausflüge 

1.  Über die Dämme Fischteiche bei České Vrbné – ein Vogelparadies unweit der Wohnsiedlungen

Als Einleitung bieten wir Ihnen einen nicht anstrengenden Spaziergang unter Nutzung der Stadtverkehrsmittel über befestigte und auch asphaltierte Wege. Geeignet ist er für Familien mit kleinen Kindern, Kinderwagen, für Senioren und auch Körperbehinderte, und zwar auch bei Regenwetter. Im Unterschied zu den meisten übrigen Trassen ist sie auch für Radfahrer geeignet. Der eigentliche Lehrpfad ist 4 km lang, Fortsetzung nach Haklovy Dvory weitere 4 km, zur O-Buslinie Wohngebiet Máj weitere 3 km.

Ausgangspunkt ist die Endhaltestelle der Buslinie 19 in České Vrbné. Die Trasse der Lehrpfades führt über die Dämme der Fischteiche, die von Jahrhunderte alten Eichen überschattet werden. Der größte Fischteich Černiš stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, weitere folgten nach. Zehn Informationspunkte des Lehrpfades stellen Ihnen die Pflanzen- und Tierwelt, sowie mit weiteren interessanten Informationen des Naturschutzgebiet Fischteiche bei České Vrbné vor. Auf einer Fläche von 246 ha ist unweit der Stadt mit
100 000 Einwohnern ein einzigartiger vielfältiger biologischer Komplex von Wasser-, Sumpf- und Wiesen-Ökosystemen geschützt, einschließlich der Nistplätze der Wasservögel. Es handelt sich um ein hervorragendes Beispiel einer umweltfreundlichen Art der wirtschaftlichen Nutzung von Sumpf- und Riedgrundstücken in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart.

Nach der Besichtigung des Lehrpfades können Sie über den blau markierten Wanderweg durch die Wiesen und den Weg Vorstadtsiedlung Haklovy Dvory fortsetzen. Warten auf den Bus der Linie 1 wird Ihnen durch die Besichtigung der malerischen Giebel einiger Bauerngehöfte des Marschlandtyps angenehmer gestaltet.

Die noch Tüchtigeren können den Weg weiter über die blau Markierung durch Felder, Wiesen und den am Stadtrand gelegenen Wald bis zur Endhaltestelle der O-Buslinien 3 und 17 den Wohngebiet Máj fortsetzen.

2.  Rudolfstadt – auf den Spuren der Silberbergwerke

Diese mittelschwere Trasse ist für körperlich weniger tüchtiger Touristen, Familien mit Kindern und auch Senioren mit guter Kondition bestimmt. Sie führt überwiegend über befestigte und auch Asphaltwege und bis auf kurze Abschnitte ist sie auch für Kinderwagen gut befahrbar. Wie empfehlen, den Ausflug Anfang Juni anlässlich des Bergbaufestes zu absolvieren, wenn für Sie alle möglichen Attraktionen vorbereitet sind.

Beide Rundtrassen des 4,5 km langen Lehrpfades, der in nicht traditioneller Art durch das Symbol gekreuzter Hämmer in weißem oder grünem Feld markiert ist, beginnen an der Endhaltestelle der Stadtverkehrs – Buslinie 1 an der Kirche in Rudolfov. Insgesamt 19 gut gepflegte Informationstafeln des Lehrpfades machen uns überwiegend mit der Geschichte der Stadt und mit der Förderung von Silber bekannt. Wollen wir die verlängerte Trasse absolvieren, begehen wir zunächst dem mit den Hämmern in grünem Feld gekennzeichneten Rundgang. Die Trasse führt vorbei an einem kleinen Museum, wo man sich mit der Geschichte der ehemaligen freien Bergbaustadt noch ausführlicher bekannt machen kann. Eine Attraktion sind die anschaulichen Modelle der Fördereinrichtungen. Die Trasse führt auch durch die ehemalige Bergbaustadt Adamov, durch die Gemeinde Hůry und wird durch mehrere gute Ausblicke verschönert. Die zweite Trasse führt durch den Ausläufe des Tals des Baches Rudolfovský potok zum Fischteich Mrhal. Er wurde im Jahre 1555 als Wasserreservoir für den Antrieb der Grubenmaschinen errichtet, nunmehr bietet er im heißen Sommer ein kühles, jedoch klares Wasser zum Baden oder Angeln an.

Weniger Tüchtige oder Müde kehren von dort über den gegenüberliegenden Ausläufe zurück zum Bus in Rudolfov, die etwas Regeren setzen den Weg über die rote Markierung über den Hügel Hlincova Hora mit mehreren hübschen volkstümlichen Bauerngehöften in die Gemeinde Dobrá Voda fort. Bei Dubičné erfreuen sie sich von der Schiabfahrtspiste an dem schönen auf die Stadt České Budějovice. Auch Dobrá Voda verdankt sein Entstehen der Bergbautätigkeit, wobei hier neben Silber auch Gold gefördert wurde. Die Dominante ist die einzigartige Wallfahrtskirche aus der Blütezeit des Barocks, die durch  K. I. Dientzenhofer selbst projektiert wurde, und die reich mit Freken und Stuck geschmückt ist. Wir besichtigen auch die Kapellen des Kreuzweges mit modernen Bildern von Renata Štolbová und erfrischen uns dem Wasser aus der angeblichen Heilquelle. Nach Budweis fahren die Buslinien Nr. 9 und 10.

Die Sportlicheren können weiter über die rote Markierung nach Srubec (Buslinie13) oder sogar nach Staré Hodějovice (Buslinie 11) gelangen. Diese Trasse über den Kamm der  Lišover Schwelle bietet eine Reihe weiterer Aussichten auf die Stadt České Budějovice. Die Kenner können auch weitere unscheinbare Relikte der Förderung im Rudolfover Erzrevier erkennen.

3.  Das Schloss der hochnäsigen Prinzessin –Hluboká nad Vltavou

Diese Trasse ist für Familien mit Kindern, Senioren und auch mitteltüchtige Touristen bestimmt. Daher ist der anleitende Teil in zwei Varianten konzipiert.

Mit der Buslinie 6 oder 104 lassen Sie sich schnell in die Gemeinde Hosín zur neoromanischen Kirche St. Peter und Paul bringen, die die Dominante der Budweiser Fischteichsenke ist. Die kunstvolle Kombination glasierter Ziegelsteine und Granits lassen den schwarzen Bergerhofbaumeister ahnen. Nur wahrhaftige Kenner bemerken die unscheinbare Seitenkapelle – ein Relikt der ursprünglichen romanischen Kirche aus der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Von der Terrasse der Treppen aus haben Sie herrliche Ausbliche in die Landschaft.

Die körperlich tüchtigeren Touristen steigen rasch über der blau markierten Weg der entlang der Eisenbahnstation in das breite Tal der Moldau hinab und setzen den Weg über die flache Auwiese in das malerische Dörfchen  Opatovice fort. Der Straßendorfplatz wird von malerischen volkstümlichen Bauerngehöften des Marschlandtyps mit Speichern gesäumt, die Frontseite wird von der ehemaligen Schmiede abgeschlossen. Sie setzen den Weg über die blaue Markierung entlang der Moldau fort. In einem kleinen Park am Wehr, auf der sog. Strafwiese, zu Beginn des Ortes Hluboká nad Vltavou übersehen Sie nicht den flachen Felsen, der an die Hinrichtung des dreistem Adligen Záviš von Falkenštejn am 24. 8. 1290 erinnert. Er wollte König sein, heiratete die Königin und wurde schließlich mit einem Brett unweit der Burg seiner Verwandten geköpft. Vor uns, auf einem steilen Hügel, erhebt sich am Ort der ehemaligen Burg das weithin sichtbare weiße Schloss, das als Motiv in vielen Filmen mitwirkte. Der bekannteste von ihnen ist wohl der Film Die hochnäsige Prinzessin.

Weniger tüchtige Touristen wählen lieber den mäßig absteigenden grün markierten Wanderweg, wobei sie vorbei an interessantem zylindrischem Martersäulen mit dem Wappen von  Balthasar de Marradas und auch am unweit gelegenen Hügel Račice (508 m) mit einem der schönsten Panoramablicke auf die Umgebung von České Budějovice gelangen. Beide Trassen treffen sich unweit der Brücke über die Moldau, unter der sich die Anlegestelle für Ausflugsboote befindet. Wir setzen den Weg über die gelb und blau markierte Trasse entlang des ehemaligen Mühlenantriebs vorbei an Sportarealen in Richtung Zentrum der Stadt Hluboká nad Vltavou fort. Neugierige Touristen bemerken ein Schwimmbad mit einem Tobogan das Schlosswasserwerk mit der erhaltenen ursprünglichen Einrichtung und mit den Hochwassermarkierungen, in der Stadt die neugotische Kirche, das Rathaus, das alte und auch neue Amtshaus und weitere Stadtgebäude. Müde Touristen finden eine Reihe von Gelegenheiten zur Erholung, zur Erfrischung und Sättigung, sowie auch für kulturelle Erlebnisse. Die markierten Wanderwege führen nicht direkt zum Schloss, jedoch können wir uns nicht verirren. Vom Rathaus aus geben wir uns über einen ansteigenden Weg vorbei am romantischen Hotel Štekl, bekannt aus der Fernsehserie Hotel Herbich, zum Schloss. Einer Prinzessin werden Sie hier nicht begegnen, doch wenn Sie etwas Glück haben, begegnen Sie  zumindest einer Braut, die stolz vor den Fotographen posiert. Das romantische Schloss im Stile der englischen Windsorgotik bietet mehrere Besichtigungstrassen. Der Hauptturm, von dem aus ein herrlicher Panoramablick entsteht, ist nur einige Male jährlich zugänglich. Wem der Anblick der reichen Kunstsammlungen noch nicht genügt, dem bietet die benachbarte Südböhmische Aleš-Galerie in der ehemaligen Reithalle eine Ausstellung der südböhmischen Gotik, der flämischen Malerei und auch der tschechischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Angenehm ist auch ein Spaziergang durch den gepflegten Schlosspark. Beim Schloss hat er den Charakter eines Blumengartens, weiter geht er in einen englischen Waldpark über. Zum Ende des Parks läuft der rot markierte Wanderweg, über welchen wir in die Stadt zurückkehren, von wo aus eine relativ gute Busverbindung nach České Budějovice besteht. 

Tüchtigere Touristen setzen den Weg über die gelbe Markierung zum Damm des  Municer Fischteichs fort. Gegenüber der Tankstelle wird der jüdische Friedhof nicht zu übersehen, der Straßenkreuzung die Barockstatue des Hl. Jan aus Nepomuk und der weiteren Kreuzung die Barockkapelle des Hl. Rochus, errichtet als Dank für das Überleben der Pest im Jahre 1713. Der Weg über den Damm und am Rande des Fischteiches führt uns zum barocken Jagdschloss Ohrada. Seit der Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es schrittweise in ein Museum der Forst-, Jagd-, Fisch-, Landwirtschaft und Flößens umgewandelt. Umfangreich sind insbesondere die Sammlungen der Jagdtrophäen, ausgestopfter Tiere und Produkte aus Horn. Die Kinder werden mehr als durch die Museumssammlungen durch den benachbarten zoologischen Garten angelockt. Er orientiert sich vor allem auf Tierarten, die früher und auch heute in der Natur Südböhmens vorkommen, allerdings fehlen auch nicht Vertreter exotischer Tiere.

Vor dem Schloss besichtigen wir noch 18 historische Meilensteine und setzen den Weg ein Stückchen über die Straße zum Gehöft Vondrov mit der typischen Architektur der Schwarzenberger Wirtschaftsgebäude – eine Kombination aus Stein und Ziegeln – fort. Auf den umliegenden Weiden grasen Pferde. Von dort aus setzen wir den Weg entweder über die gelbe Markierung entlang der Renaissancebastei über den Damm des Zucht- und auch Erholungsteiches Bezdrev fort, der übrigens der zweitgrößte in der Tschechischen Republik ist, oder zum unweit gelegenen Bahnhof Hluboká nad Vltavou an der Pilsener Strecke. Auf dem Bahnhof steht eine Pyramide aus Vondrov, die zur Erinnerung an den ersten feierlichen Spatenstich bei der Eröffnung des Baus der Eisenbahnstrecke Cheb (Eger) – Wien  durch Fürst Schwarzenberg am 17.12.1866 errichtet wurde. Den Weg von Bezdrev über die gelbe und grüne Markierung nach České Budějovice können wir nur wirklichen Langläufern empfehlen – es werden noch weitere 27 km zu absolvieren. Eine geeignetere Verlängerung des Ausflugs ist die Fortsetzung des Weges vom Bahnhof über die blaue Markierung zur Moldau und am Fluss entlang über die rote Markierung gegen den Strom über das Dörfchen mit denkmalsgeschützte Volksarchitektur Bavorovice zur Endstelle der Buslinien nach České Vrbné, insgesamt 8 km.

4.  Eine Reise um die Welt

Diese sehr leichte Trasse ist für Familien mit Kindern, Senioren, für Körperbehinderte und Kurgäste bestimmt, die mit dem Wandern über wenig oder sogar keine Erfahrung verfügen.

Im bekannten Roman von Jules Werne dauerte für Phileas Fogg die Reise um die Welt 80 Tage oder besser gesagt 81 Tage. Für uns wird diese Reise etwa 3 bis 4 Stunden in Anspruch nehmen, wobei wir uns nicht einmal beeilen müssen, was noch zu erklären sein wird.

Zu den Perlen unter den Fischteichen bei Třeboň gelangen wir am leichtesten mit der Busfernverbindung. Wer lieber mit dem Zug reist, muss mit einer schlechteren Verbindung und damit rechnen, dass er umsteigen muss. Vom Bus- ggf. Zugbahnhof führt uns der Stadtwegweiser über das Zentrum zum Kursanatorium Aurora, das im Jahre1975 am westlichen Rande der Stadt errichtet wurde. Näher zum Ufer des Fischteiches Svět, was im Tschechischen Welt bedeutet,  vor dem größten Hotel Třeboň Bohemia Regent beginnt mit einer einleitenden Informationstafel der Lehrpfad „Reise um die Welt“. Motorisierte Touristen können leicht einen Parkplatz finden. Wir taufen um den Teich Svět und können hierbei wohl alle Geländearten ausprobieren. Die Trasse führt zunächst über einen Parkweg, dann über einen Wiesenpfad, über einen Knüppelweg, einen Feld- und auch Waldweg, eine Asphaltstraße, einen Parkweg und über den Damm des Teiches. Auf den Informationstafeln können wir uns in nicht aufdringlicher Form mit den natürlichen Sehenswürdigkeiten, der Architektur, der Geschichte des Kurwesens, der Stadt und auch der einzelnen Bauwerke bekannt machen. Wir gehen durch den Kurpark, durch Wiesen, vorbei an einem Torfmoor, wo früher Torf für das Bertabad gefördert wurde, an einem Zuchtteich Horní Zlatník, an einer Mühle des aus dem Jahre 1861, dem Naturschutzgebiet V Rájích, an einem schützenden Filzmoor mit fleischfressenden Pflanzen, durch einen tiefen Wald und durch Felder. Die weithin leuchtenden weißen Einzelgehöfte sind ein schönes Beispiel der Stuckverzierung der Giebel des "Bauernbarocks". Bei schönem Wetter wird uns das Freibad Ostende zu einer Erfrischung locken. Auf dem kleinen Friedhof an der gotischen Kirche des Hl. Aegidius mit einer barocken Zwiebelkuppel hat der berühmte weltreisende Jiří Hanzelka  sein Grab. Neben der barocken Statue des Schutzengels setzen wir unseren Weg durch den Park in Zentrum des benachbarten englischen Waldparks fort, der die einzigartige, mehrgeschossige neugotische Schwarzenberger Gruft aus den Jahren 1875-77 beherbergt. Der Fußboden befindet sich unter dem Niveau des Wasserspiegels des Teiches Svět. Dank dem technischen Können des Hofbaumeisters Damasius Deworetzký ruhen hier 27 Angehörige des Geschlechts in doppelten Zinksärgen in völliger Trockenheit. Im Obergeschoss befindet sich die erhabene Kapelle des göttlichen Erlösers. Unweit eines Kiosks mit Erfrischungen führt unsere Trasse auf die Straße über einen schmalen Pfad auf den Damm weiter. Zur Zeit des Teichbaumeisters Jakub Krčín aus Jelčany wurde hier der Teich Svět mit dem benachbarten Opatovicer Teich verbunden, sodass der Übergang nur über eine hölzerne Brücke möglich ist.

Endlich sehen wir den Teich Svět, der in den Jahren  1571-74 mit einer Wasserfläche von 201 ha angelegt wurde, aus der Nähe. Sein Wasser überflutete die Schweinitzer Vorstadt und auch mehrere Dörfer, sicherlich zum Missfallen der Untertanen, daher auch der ursprüngliche Name Nevděk (Undank). Der mehrfach gebrochene Damm von 722 m widerstand dem Hochwasser des Jahres 2002. Über den Damm des Teiches gelangen wir im Schatten Jahrhunderte alter Eichen bis zum Tor Svinenská brána (Schweinitzer Tor) des historischen Zentrums der Stadt Třeboň, wo zwei Denkmäler stehen – das größere und neuere mit der Stolz schreitenden Statue des Teichbaumeisters und Renaissance-Managers Jakub Krčín aus Jelčany und Sedlčany (1535-1604) von J.Hendrych, der entschlossen auf sein Werk blickt, und etwas abseits die ältere, kleiner, bestehend aus Felsen mit einer Bronzetafel und dem Emblem des Teichwirtschafters und Gründers der modernen Karpfenzucht Josef Šusta (1835-1914) von Prof. V. Suchomel. Hier können wir uns entscheiden, ob wir vor der Rückkehr nach České Budějovice noch den Rundgang um den Teich bis zum Hotel Bohemia Regent beenden, oder durch das Tor Svinenská brána (Schweinitzer Tor) vorbei an der Brauerei Regent gehen und das städtische Denkmalschutzgebiet besichtigen – das Areal des Schlosses mit dem Park, mit dem Marktplatz und der Mariensäule, dem Rathaus und den Bürgerhäusern, das nationale Kulturdenkmal des Augustinerklosters und die Befestigung mit den Toren und Basteien.

5. Ein Gruß vom Kleť an den Kometen

Diese mittel und sehr schwierige Trasse ist für die körperlich tüchtigeren Touristen, Familien mit Kindern und auch Senioren mit besserer Kondition bestimmt. Sie führt überwiegend über befestigte Waldwege, weniger über Pfade, bzw. die Asphaltstraße.

Diesmal nehmen wir beim Wanderausflug die Leistungen der Eisenbahn in Anspruch. Die weniger Tüchtigen steigen aus dem Zug bereits an der Haltestelle Holubov aus. Über die grüne Markierung über Krasetín gelangen Sie zur unteren Station der Seilbahn und nutzen ihre Leistungen.

Die physisch besser bemittelten und neugierigen Touristen setzen den Weg von der unteren Station der Seilbahn über die grüne Markierung fort, und zwar ein Stückchen hinter der Wegkreuzung der Trassen U Tunelu (Am Tunnel), wo sich der Lehrpfad "Um den Kleť" anschließt. Hier biegen Sie vom grün markierten Weg auf den Lehrpfad ab und in Gegenrichtung zur Nummerierung der Rastpunkte setzen sie den Weg gemeinsam mit der gelben Markierung zum Gipfel des Berges fort. Unterwegs machen Sie sich am Rande des Naturschutzgebietes an den Informationstafeln mit den natürlichen Sehenswürdigkeiten bekannt. Eine von ihnen ist auch die Felshütte Žebříkový kámen (Leiterstein), deren deutsche Benennung als ihre Bezeichnung auch der deutschen Touristenverein Die Leitersteine, gegründet in České Budějovice im Jahre 1906 verwendete. Ebenso kommen wir an der Fernsehsenderanlage vorbei.

Die tüchtigeren Touristen gelangen zur Bahnstation Plešovice, wo sie einen runden Dorfplatz, umsäumt von schönen volkstümlichen Gehöften, besichtigen, der angeblich als Vorlage für die Herstellung der Kulissen bei der Uraufführung der Verkauften Braut im Nationaltheater diente, und begeben sich dann über den steileren, gelb markierten Weg zum Gipfel. Ähnlich können sie  bis zum Bahnhof Zlatá Koruna fahren, wo etwa 1 km in entgegengesetzter Richtung zum Kleť das einzigartige nationale Kulturdenkmal liegt – das umfangreiche Areal des Zisterzienserklosters Zlatá Koruna (Goldkron), das im Jahre 1263 durch König Přemysl Otakar II. gegründet wurde. Nach der Besichtigung kehren sie über die blaue und rote Markierung zum Bahnhof zurück und begeben sich vorbei am Einzelgehöft Kokotín schnurstracks hinauf zum Gipfel.

Auf dem Gipfel des höchsten Berges des Waldmassivs Blanský les gehört zur guten Erziehung ein Besuch des ganzjährig zugänglichen, 18 m hohen steinernen, neugotischen Aussichtsturm aus dem Jahre 1825, der älteste in Böhmen. Wir genießen den faszinierenden Panoramablick auf die umliegenden Gipfel des Massivs Blanský les, Böhmerwald und sein Vorgebirge, auf das Gratzener Bergland (Novohradské Hory), die Budweiser Senke (die Metropole der Region ist nicht selten vom Smog verhöhlt), das böhmisch-mährische Hochland, die Mittelböhmische Hügellandschaft, und bei guten Sichtverhältnissen auch auf einen Teil der österreichischen Alpen. Einen Imbiss und auch den Schlüssel vom Aussichtsturm bietet die Wanderhütte Theresia (Tereziina turistická chata) aus dem Jahre 1925. Die Dominante des Berges ist der 172 m hohe Turm des Fernsehsenders aus dem Jahre 1974-77.  Zu einer Besichtigung locken auch einige Gruppen von Felstürmen und die Sonnenuhr. Ebenso empfehlen wir, das weltbekannte astronomische Observatorium zu besuchen, das sich vor allem auf die Erforschung von Kleinstplaneten (fast 1000 bestätigte Entdeckungen) und Kometen (Mrkos,  P/2000 U6 Tichý) orientiert.

Zum Abstieg vom Kleť wählen Sie am besten die rot markierte Trasse und  an der Wegkreuzung Bílý Kámen (Weißer Stein) gehen Sie zur blauen Trasse über. An der Weggabelung "U modrého obrazu" (Zum blauen Bild) besichtigen Sie nicht nur das wiederhergestellte Bild, sondern Sie biegen über den Forstlehrpfad zu einem kleinen Aussichtsturm am Ausläufer des Granátník ab. Für den Abstieg zum Bahnhof Český Krumlov kann ebenfalls die grün markierte Trasse verwendet werden, ggf. auch in Kombination mit der gelben. Sofern bis zur Abfahrt des Zuges viel Zeit verbleibt, können Sie in die Stadt hinuntergehen, bzw. zumindest zum Aussichtspunkt Paraplíčko, von wo aus Sie das städtische Denkmalschutzgebiet und das Denkmal der UNESCO Český Krumlov wie auf dem Präsentierteller haben.

Zum Rückkehr zum Zug kann ebenfalls eine jedwede der oben beschriebenen Trassen verwendet werden, die Sie beim Aufstieg nicht benutzt haben.

6.  Burgruine Dívčí Kámen

Diese mittelschwierige Trasse ist für die tüchtigeren Touristen, für Familien mit Kindern und auch Senioren bestimmt. Sie führt überwiegend über einen hierzu errichteten Pfad, über Feld- und auch befestigte Wege und in geringerem Maße auch über die Asphaltstraße und die Straße. Der größerere Teil der Trasse führt über die internationale Wandertrasse E10, die die Ostsee mit dem Mittelmeer verbindet. Die Wanderung knüpft frei an die Wanderung Nr. 5 Gruß vom Kleť… an, die tüchtigeren Touristen können sie bzw. ihren Teil verbinden.

Auch diesmal benützen wir bei der Wanderung die Leistungen der Tschechischen Bahn. Der Regionalzug bringt uns alle nach Zlatá Koruna (Goldkron). Wir kehren dem Kleť den Rücken und über die rote Markierung, die über die Straße führt, steigen wir in das Zentrum der Gemeinde hinab. Von der Weggabelung aus setzen wir den Weg über die blaue Markierung fort, und in Zlatá Koruna besichtigen wir zunächst den Rest der Befestigungsanlagen und die ehemalige Kirche St. Markéta (Margarete) aus den Jahren 1330-40. Ihrem gotischen Kern, bzw. dem ursprünglichen Zweck konnten auch nicht die Umbauten zu einer Zündholzmanufaktur und zu einem Wohnhaus nichts anhaben. Im Jahre 1855 stellte hier die Firma Bernard Fürth Sušice erstmals das bis heute verwendete sog. schwedische Zündholz her. Im Zentrum der Gemeinde sollten Sie das ehemalige spät gotische Gasthaus „Hospic“ mit den stufenförmigen Giebeln, das Zeughaus mit dem steilen Dach, die ehemalige Schmiede und weitere Gebäude mittelalterlicher Gründung nicht übersehen. Ein Kleinod ist zweifelsohne das nationale Kulturdenkmal – das umfangreiche Areal des Zisterzienserklosters  Trnová Koruna (Dornenkrone), gegründet durch Přemysl Otakar II. im Jahre 1263 als Bastion gegen den Expansionsdrang der Herren von der Rose. Bemerkenswert ist vor allem die dreischiffige Klosterkathedrale – Mariä Himmelfahrt vom Ende des 13. Jahrhundert. Wertvoll ist auch die obergeschossige Kapelle der Schutzengel aus den 80er Jahren des 13. Jahrhunderts mit einer Treppe, die heute nirgendwo mehr hinführt. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Denkmäler wäre ein eigenständiges Buch. Nach der Besichtigung kehren wir über die blaue Markierung zurück zur Weggabelung und über die rote Markierung, die wir kurz verlassen haben, steigen wir weiter über einen Pfad zur Moldau hinab. Im Graben beachten Sie das hübsche Haus im Stile des Bauernbarocks. Wir steigen leicht nach Plešovice, wo wir uns den runden Dorfplatz, umsäumt von schönen volkstümlichen Gehöften ansehen, der angeblich als Vorlage für die Herstellung der Kulissen bei der Uraufführung der Verkauften Braut im Nationaltheater gedient haben soll. Die Trasse führt über einen Weg und einen Pfad weiter zur Haltestelle Třísov. In der Nähe beginnt ein Lehrpfad, der uns direkt zur denkwürdigen Třísover Linde mit einem Umfang des Stammes von 7 Metern bei einer kleinen Kapelle aus dem Jahre 1777 führt. Dahinter sind Wälle und Gräben des Oppidums – der keltischen Stadt Abiluon zu sehen, die sich auf einer Halbinsel, umflossen von der, Mäander bildenden Moldau und dem Bach Křemžský potok, im ersten Jahrhundert v.u.Z. erstreckte. Begeisterte verbesserten die Akropolis um die Replik der Gebetsstätte. Der Lehrpfad führt mitten durch das archäologische Denkmalschutzgebiet zum Wassersportlercamp an der Moldau und über den Bach Křemžský potok führt er bis unterhalb des Burgfelsens. Über die rote Markierung gelangen Sie zur Burgruine Dívčí Kámen über den zwar kürzeren, jedoch steiler abfallenden Weg. Am Felsausläufer errichteten die Rosenberger (Rožmberkové) im Jahre 1349 an der Stelle einer älteren Burgstätte eine Burg zum Schutze ihres Dominiums. Sie verödete in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, im Jahre 1394 wurde hier durch die herrschaftlichen Truppen kurze Zeit König Václav IV. gefangen gehalten. Heute können Sie nach Entrichtung einer Eintrittsgebühr eintreten und die Ruine besichtigen. Durch den Nacken des Burgfelsens führt ein Tunnel mit einer Rohrleitung, durch die das Wasser aus dem Reservoir am Bach Křemžský potok zum Kraftwerk am Ufer der Moldau zugeleitet wird.

Die tüchtigeren Touristen können den Weg von der Burg über die rot markierte Trasse E10 entlang der Moldau nach Boršov nad Vltavou fortsetzen, von wo aus sie nach České Budějovice mit der Stadtbuslinie zurückkehren. Dieser Pfad ist nach dem Vorsitzenden des Bereichs und des Böhmerwaldgaus des Klubs der tschechoslowakischen Touristen Ing. Emanuel Fritsch (1874 - 1956) benannt, der seine schrittweise Errichtung in den Jahren 1931 – 38 organisierte. Die baulichen Maßnahmen sind in den Felsen zwischen dem Einzelgehöft U Rybů und dem Steinbruch in Boršov, sowie auch an anderen Orten zwischen Boršov und Zlatá Koruna gut ersichtlich.

Die übrigen Wanderer setzten den Weg über den Lehrpfad und die gelbe Markierung durch das Tal stromaufwärts des Křemžský potok zur Papierfabrik Artypa fort, von wo aus der Weg steil zum Bahnhof Holubov ansteigt.

7. Auf einen Sprung in das Gratzener Bergland (Novohradské hory)

Diese leichte bis mittelschwierige Trasse ist für weniger tüchtige Touristen, Familien mit Kindern und auch Senioren bestimmt. Sie führt überwiegend über einen Pfad, über einen Feld und auch befestigten Weg, und im geringeren Maße auch über die Asphaltstraße. Wir unternehmen die Wanderung am Rande des zu Unrecht unbeachteten und durch seine Wildheit schönen Gratzener Berglandes (Novohradské hory).

Diesmal nehmen wir die Leistungen des Busunternehmens ČSAD Jihotrans in Anspruch. Über Trhové Sviny (Schweinitz) und Nové Hrady (Gratzen) fahren die tüchtigeren Touristen bis nach Hojná Voda (Heilbrunn). In diesem Urlaubsort und im ehemaligen Kurbad, das durch Vilém z Rožmberka  (Wilhelm von Rosenberg) an einer angeblichen Heilquelle gegründet wurde, die bereits im Jahre 1564 belegt ist, können wir das Wasser aus mehreren Brunnen probieren. Sein hölzernes Jagdschlösschen, die Kirche St. Anna und auch das Haus, in welchem in den Jahren  1893-1910 in der Sommerwohnung der Schriftsteller Zikmund Winter weilte, sind leider nicht erhalten geblieben. Besichtigen können wir lediglich die wertvolle Barockstatue des Hl. Jan aus Nepomuk aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und den quaderförmigen dreigeschossigen Glockenturm, der angeblich bereits aus dem Jahre 1359 stammt, der als Meldeturm diente. Hojná Voda Ausflüge auf den Marderberg (Kuní hora), auf den eintausend Meter hohen Berg Vysoká mit zahlreichen Felsgebirgen und zum ältesten geschützten Gebiet in Europa – zum nationalen Naturdenkmal Hojná Voda. Den Schutz aus Tannen und Buchen bestehenden Urwaldes verkündete Graf Jiří Buquoy bereits 23.8.1838 gemeinsam mit dem entfernterem und bekannteren Urwald Žofínský prales. Über die grüne Markierung steigen wir steil auf den Berg Kraví hora (Kuhberg). Wir besichtigen das bizarre 10 m hohe Granodiorit - Felsgebirge „Napoleonkopf“, über 133 Stufen steigen wir auf den 32 Meter hohen eisernen Aussichtsturm mit einem Ausblick auf das Gratzener Bergland, die Region um Třeboň und auch auf die Budweiser Fischteichsenke, und über die rote Markierung steigen wir nach Dobrá Voda (Brünnel) hinab.

Die weniger tüchtigen Touristen steigen aus dem Bus bereits in Dobrá Voda aus und gemeinsam mit jenen, die eine bessere physische Kondition haben denken sie ihre Schritte sofort zur hiesigen Dominante – zur barocken Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt aus den Jahren l.1708-15 mit einem Ambit. Im Innern können wir die reiche Verzierung mit Fresken und Stuck bewundern. Unter der erhabenen steinernen Treppe vergessen wir nicht, das gute und angebliche heilsame Wasser zu probieren. Dann genießen wir den herrlichen Ausblick in das Vorgebirge des Gratzener Berglandes und auf die Senke von Třeboň (Wittingauer Senke). Zunächst steil und dann mäßig steigen wir über die rote Markierung vom Hügel hinab. Wir sollten nicht vergessen, uns mehrmals umzuschauen, um ausreichend den Blick auf die monumentale Kirche zu genießen. Die Zentralgemeinde oder eher das Städtchen Horní Stropnice (Strobnitz) hat auf dem Hauptplatz eine wertvolle barocke Mariensäule mit vier Statuen aus dem Jahre 1765 und die architektonische wertvolle, ursprünglich romanische Pfarrkirche St. Nikolaus. Sie wurde bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet und aus jener Zeit ist der Turm mit dem Chor und den kombinierten Fenstern, die Balustrade und die Kastenfensterchen in der Südwand des Schiffes erhalten geblieben. Der unmittelbar anliegende Ortsteil Bedřichov an der Straße Dobrá Voda ist ein Dörfchen, wegen seiner Volksarchitektur unter Denkmalschutz stehend. Wir setzen den Weg zur ursprünglich spätgotischen Feste Cuknštejn aus den Jahren 1488-91, mit einem achtseitigen Turm und einem quadratischen Hof mit Balustraden und Arkaden fort. Der stilreine Bau letztmalig im Stile der Renaissance nach dem Jahre 1620 umgebaut und wird nach Jahren des Verfalls endlich rekonstruiert. Hinter der Feste betreten wir das nationale Naturdenkmal Terčino údolí (Theresiental).  Der Naturlandschaftspark wurde auf Anregung der Gräfin Theresia Buquoy im Jahre 1756 angelegt, umfasste ursprünglich eine erhebliche Anzahl exotischer Gehölze. Unsere Weg führt vorbei an den Jahrhunderte alten Eichen, dem Empire-Kurbad „Lázničky“ und der ehemaligen Hammermühle, heute Pensionen. Im Park finden wir noch ein erhabenes Eingangstor, das Schweizer Haus mit dem Ausblick Nové Hrady (Gratzen), den künstlichen Wasserfall, der sich im Winter zu einem faszinierenden Eisfall verwandelt, das verfallene Blaue Haus und eine Reihe natürliche Sehenswürdigkeiten, die der als Rundgang konzipierte Lehrpfad mit einer Länge von 5,5 km verbindet, und der unsere Trasse schneidet. Hier können die tüchtigeren Touristen abbiegen, um nicht das Erlebnis gebracht zu werden. Wir kommen vorbei an einer schön restaurierten Renaissancebrauerei aus dem Jahre 1592 und steigen über den Ausläufer des Schlosshügels hinauf nach Nové Hrady (Gratzen), einem städtischen Denkmalschutzgebiet.

Zunächst besichtigen wir die Alte Burg aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ihre Türme sind nach Meinung einiger Historiker vom Ursprung her romanisch. In Innern des nationalen Kulturdenkmals ist eine Ausstellung zugänglich. Wobei an der unlängst rekonstruierten Schmiede gelangen wir auf den Marktplatz. Hier richtet sich unser Blick auf das ursprünglich im Renaissancestil errichtete Rathaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, zur Mitte des 18. Jahrhunderts barock umgebaut, auf mehrere Häuser mit gotischem oder Renaissancekern, sowie auf die gesamte Ostfront, die von der neu rekonstruierten barocken gräflichen Residenz aus den Jahren 1634-44 eingenommen wird. Wertvoll ist die spätgotische Kirche St. Peter und Paul mit Renaissanceelementen aus dem 16. Jahrhundert, verbunden durch einen Gang mit dem benachbarten Servitenkloster. Das dreiflügelige Neue Empireschloss aus den Jahren 1801-10 mit einem wertvollen Park zweckgebunden genutzt. Eine Besichtigung wert sind auch die Reste der Stadtbefestigung mit dem Unteren Tor, sowie die Gruft des Geschlechts der Buquoys auf dem Friedhof aus den Jahren 1890-92 vom Architekten des Nationaltheaters Josef Schulz mit einer Mosaik von Max Švabinský im Tympanon.

Sofern wir bereits auf die Rückkehr drängen, begeben wir uns von der Hauptkreuzung am Schloss zum unweit gelegenen Busbahnhof. Die Tüchtigeren können noch den 3 km langen naturwissenschaftlichen Lehrpfad Sokolí hnízdo (Falkennest) absolvieren, der an der Schule unweit der Alten Burg beginnt, oder über die blaue Markierung vorbei am Teich  Čertův rybník (Teufelsteich) mit der altehrwürdigen Teufelseiche und über die Dämme der Teiche zum Zug nach Petříkov fortsetzen.

8. Auf den Spuren des hussitischen Heerführers

Diese leichte bis mittelschwere Trasse ist für die weniger tüchtigen Touristen, Familien mit Kindern und auch Senioren bestimmt. Sie führt überwiegend über einen Pfad, über einen Feld- und auch befestigten Weg, und im geringeren Maße auch über die Asphaltstraße.

Auch diesmal nutzen wir die Leistung des Busunternehmen ČSAD Jihotrans. Zum Startor Trhové Sviny (Schweinitz) fährt an Arbeitstagen der Bus fast stündlich. In der Stadt besichtigen wir auf den rechteckigen Marktplatz eine Reihe von Bürgerhäusern mit Arkaden, einschließlich des Rathauses, das Denkmal des Blasmusikkomponisten und hier gebürtigen Karel Valdauf, an der unweit gelegenen ehemaligen Schule die Gedenktafel eines weiteren hier Gebürtigen, des Rechtsanwalts und Präsidenten JUDr. Emil Hácha. Das wertvollste Denkmal ist jedoch die Kirche Mariä Himmelfahrt mit dem frühgotischen Portal, erwähnt im Jahre 1317, in den Jahren 1485-1520 zu einem spätgotischen Dreischiff mit wertvollen Netzgewölben umgebaut. In der Nachbarschaft stand eine Burg, die die hussitischen Truppen im Jahre 1420 und auch 1422 niederbrannten. Wir  machen uns über die blau markierte Trasse auf den Weg und im unweit gelegenen Otěvěk bemerken wir an der Kreuzung ein Sühnekreuz. Wir biegen nach Čeřejov ab, wo die Plastik des Emblems und die Aufschrift einer Bronzetafel am Gedenkstein verkündet, dass "hier das Gut von Jan Žižka des Landadligen aus Trocnov stand“. Das Gehöft gehörte seiner Frau Kateřina. Wir überqueren das Flüsschen Stropnice, in Ostrolovský Újezd besichtigen wird die schön restaurierte Feste und setzen den Weg die blaue Markierung nach Trocnov fort. Die Dominante des Naturareals der Geburtsstätte von Jan Žižka ist ein 13 m hohes Steindenkmal mit der Statue von Žižka von J. Malejovský aus dem Jahre 1960. In der Nähe bezeichnet ein Felsdenkmal aus dem Jahre 1908 jenen Ort, wo unter einer Eiche der Heerführer der Überlieferung nach im Jahre 1360 geboren wurde. Auf der 1 km langen Wandertrasse, die gelb markiert ist, sind noch die Grundmauern zweier Höhe (Mikeš und Žižka) vom 14. und 15. Jahrhundert zu sehen, die in den Jahren 1921-37 und 1956 freigelegt wurden. Alles wird durch eine Museumsausstellung im ehemaligen Forsthaus aus dem Jahre 1679, sowie durch einen unabdingbaren Imbiss ergänzt.

Auf dem Wege nach Borovany, das durch die Förderung und Verarbeitung von Kieselgur berühmt war, können Sie das private Freilichtmuseum „Eiserner Vorhang“ besichtigen, das eines der Rastpunkte des Lehrpfades „Die Totalität trennt“ ist. Vom Wachturm aus wäre es heute lediglich möglich, den Zugangsweg zum unweit gelegenen Freibad und zur Pension Borovanský mlýn zu bewachen.

Die Südseite des Marktplatzes wird vom Areal des Augustinerklosters mit der spätgotischen Marienkirche eingenommen. Die spät barocke dreiflügelige Prälatur wurde nach dem Jahre 1785 in ein Schloss umgewandelt, bis vor kurzem noch eine Schule. Im Park befindet sich ein mächtiger geschützter Kornelkirschbaum. Auf der gegenüber liegenden Seite steht des frühbarocken Rathauses mit zwei Giebeln, einen Türmchen und dem Stadtwappen. Im Zentrum des Platzes steht ein Granitpranger aus dem Jahre 1656 und das Jan-Žižka-Denkmal aus dem Jahre1892, eines der ältesten erhalten gebliebenen bei uns. Borovany ist ein wertvolles Beispiel des konfliktlosen Übergangs der Dorf- und Stadtarchitektur, wobei hier ein wertvolles Ensemble volkstümlicher Landgehöfte befindlich ist. Beachtung verdient auch die vom Zentrum etwas entfernte Steinbrücke über die Stropnice aus dem Jahre 1867 mit der Barockstatue Hl. Jan aus Nepomuk und der kleinen Stahlbetonfestung D2 Muster 1936, Bestandteil der ehemaligen ersten Linie der Grenzbefestigung. 

Nach České Budějovice können Sie mit dem Bus oder über den rot markierten Wanderweg zum Bahnhof zurückkehren.

9. Durch die biblische Landschaft

Diese leichte, nur in kurzen Abschnitten mittelschwere Trasse ist für weniger tüchtige Touristen, Familien mit Kindern und auch Seniorer bestimmt. Sie führt überwiegend über einen Pfad, über einen Feldweg, einen befestigten und auch Betonweg, sowie im geringeren Maße auch über die Asphaltstraße.

Wiederum nutzen wir die Leistungen des Busunternehmens ČSAD Jihotrans Římov,  einem Wallfahrtsort von nationaler Bedeutung. Er entstand schrittweise in den Jahren 1648-1705, als das Dominium im Jahre 1626 vom Adelsgeschlecht der Eggenberger als Geschenk seitens der Krummauer Jesuiten erworben wurde. Zunächst besuchen wird die Loretta-Kapelle (Heilige Hütte), die die Staute der sog. Schwarzen Madonna beherbergt, umgeben von Ambits der mit der kleinen Kirche des Hl. Geistes, sämtlich im Barockstil mit Fresken geschmückt. An der Kirche versuchen wir, die denkwürdige großblättrige Linde zu umarmen, deren Hohlraum am 14.4.1997 55 Menschen aufnahm. Der Umfang des Stammes beträgt 730 cm (in einer Höhe von 130 cm), die Höhe 14 m, das Alter ca. 450 Jahre. Ein Stückchen unterhalb des Gemeindeamtes mit dem Informationszentrum können wir vom Innenhof das barocke eingeschossige Schlösschen besichtigen, die ursprüngliche Jesuitenresidenz aus den Jahren 1671-85. Der Kern des Westflügels ist ein Relikt der mittelalterlichen Feste, der Turm stammt aus dem Jahre 1691. In den Jahren 1824-25 projektierte und leitete von hier aus František Antonín Gerstner den unweit gelegenen Bau der Pferdeeisenbahn, die erste Eisenbahn auf dem europäischen Kontinent.

Eine etwas andere – eine Modelleisenbahn finden wir im sog. Blockhaus, errichtet im Jahre 1628, in der heutigen Gestalt aus dem Jahre 1779, seit 2001 das Museum der „Římover Modelleisenbahn“. In der Nähe beginnt der grün markierte Rundgang und der Lehrpfad des Římover Passionsweges. Er führt uns über einen Kreuzweg. Insgesamt 25 Kapellen, kleinere Kapellen und Statuen, die in einer leicht gewellten Landschaft östlich von Římov eingesetzt sind, und zwar aus den Jahren 1658-1720, gestaltet in verkleinertem Maßstab die Landschaft um Jerusalem nach. Alles wird durch den grün markierten Wanderweg von 5,5 km Länge mit einem Seitenweg zum slawischen Burgwall Branišovice und zur ältesten Kapelle Gottesgrab aus dem Jahre 1658 unter dem Damm der Talsperre verbunden. Die einzelnen Rastpunkte machen die Wallfahrer mit dem Leiden und dem Tode Jesu Christi bekannt – sodass es sich bereits im Mittelalter um einen Lehrpfad handelte. Die einzigartige barocke Gestaltung der sakralen Landschaft wurde im Jahre 1996 zum Denkmalschutzgebiet erklärt.

Die weniger tüchtigen Touristen und Autotouristen können nach Absolvierung des Rundgangs nach Hause fahren. Die tüchtigeren Touristen setzen den Weg über die gelb markierte Trasse entlang des Wasserreservoirs nach Velešín fort. Der aufgeschüttete Damm mit einer Länge von 290 m und einer Höhe von 47,5 m aus den Jahren1974-78 hält 34,5 Mio. m3 Wasser zurück. Dieses wird (1400 l/s) in die Wasseraufbereitungsanlage Plav mittels einer Rohrleitung in einem 10 km langen Tunnel geleitet. In der Stadt Velešín gehen wir zu einem Ausblick auf das Wasserreservoir, wobei die Ruine der Burg Velešín am gegenüber liegenden Ufer jedoch gut zwischen den Bäumen versteckt ist. Bestimmt übersehen wir nicht die ursprünglich frühgotische Dekanatskirche des Hl. Wenzel, das Kaplanhaus Nr. 20 mit dem spätgotischen Erker und dem Sattelportal. Im unteren Teil des keilförmigen Platzes gehen wir an der Mariensäule mit heiligen Statuen vorbei, in der Mitte vorbei an der ehemaligen Kirche St. Philipp und Jakob, nach der Auflösung durch Kaiser Josef II. in Wohnungen umgewandelt. In einem kleinen Park an der Stelle des Geburtshauses des patriotischen Dichters Josef Vlastimil Kamarýt steht ein Denkmal. An der gegenüber liegenden Ecke des Hauptplatzes übersehen wir nicht das Rathaus im Spätrenaissancestil aus dem Jahre 1611, ergänzt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch zwei Barockgiebel, das Stadtwappen und die Büste von T. G. Masaryk. Über die blaue Markierung setzen wir den Weg fort, vorbei am Industrieareal des Unternehmens Jihostroj zur Bahnstation Velešín – Městys. Nur ein paar Schritte entlang der Strecke sind zu beiden Seiten die ursprünglichen Brücken der Pferdeeisenbahn erhalten geblieben. Darauf befindet sich am ehemaligen Kutschendepot (heute Pension U koňské dráhy – Zur Pferdeeisenbahn) eine alte Replik des Oberbaus. Sofern es bis zur Abfahrt des Zuges länger dauern sollte, setzen wir den Weg über die blaue Markierung vorbei an der kitschigen neu-neugotischen Pension zur ehemaligen Umspannstation Holkov fort, die schrittweise rekonstruiert wird, zum Bahnhof Holkov. Sofern auch jetzt noch etwas Zeit bis zur Abfahrt verbleibt, gehen wir über die blaue Markierung zur Kreuzung mit der gelben und dann vorbei an der Strecke hinter das Wächterhäuschen. Dort verbirgt sich zwischen den Bäumen die dritte und fast vergessene ursprüngliche Brücke der Pferdeeisenbahn. Zurück kehren wir auf gleichem Wege. Wir könnten über die blaue Markierung bis nach Kamenný  Újezd fortsetzen, aber dies würde wohl bereits den Rahmen des heutigen Angebotes sprengen.

10. Über die Nasse Fernverbindung der Moldau

Unser Tipp für den Wasserausflug ist stark beschränkt, so viele Möglichkeiten des Befahrens bei České Budějovice gibt es nicht. In Betracht kommt nur die Moldau oder die Maltsch unter der Římover Talsperre, die ausnahmsweise befahrbar ist, und zwar nur durch erfahrene Wassersportler.

Unsere eintägige Fahrt beginnen wir im traditionellen Camp Nové Spolí unmittelbar über Český Krumlov. Dies ist eine der Möglichkeiten, wo wir bei einer mehrtägigen Fahrt von Vyšší Brod (Hohenfurth) übernachten könnten. Wir haben noch gar nicht ordentlich abgelegt, und schon tragen oder ziehen wir das Boot rechts am ersten Wehr unter der abgedeckten Kreuzbrücke, Rechle-Brücke genannt. Die Rechle-Brücke diente zur Erfassung (zum Rechnen, also Zählen) des geflößten Holzes, wobei sie hier bereits im Jahre 1594 betrieben wurden. Ihre heutige Gestalt was einem Projekt des bekannten Baumeister des Schwarzenberger Schwemmkanals Ing. Rosenauer aus der Zeit um das 1800. Unmittelbar hinter der Straßenbrücke tragen oder ziehen wir das Boot recht an einem weiteren Wehr U Liry, bei höherem Wasserstand ist für sehr tüchtige Wassersportler die Schleuse befahrbar. Das Städtische Denkmalschutzgebiet mit dem Schloss Český Krumlov gehört zwischen historischen und architektonischen Komplexen in Europa und wurde daher in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Beschreibung aller Sehenswürdigkeiten ergäbe ein ganzes Buch.

Im historischen Kern sind zwei schwierigere Währen und daher empfehlen wir den weniger erfahrenen Wassersportlern, lieber rechts durch die Schlucht an der engeren Stelle tief unter dem Hotel Růže (Zur Rose) und den Museum und das sog. Mauseloch zu tragen. Hierbei besichtigen wir eine weitere überdachte Brücke und unterqueren eine zweistöckige Brücke. Der einzige Nachteil ist, dass wir um die schönen Ausblicke auf das nationale Kulturdenkmal des Schlosses, die dreistöckige Brücke (Plášťový most), die monumentale spätgotische Kirche St. Veit und weitere dominante Gebäude der Stadt zumeist auf der hohen Felswand gebracht wurden. Die Frage ist, ob wir die Möglichkeit bei anstrengenden Paddeln über "das Öl" am Wehr, beim Tragen über die Wehre oder beim Befahren schwieriger Schleusen Zeit und Laune gehabt hätten. Sofern wir Freunde haben, die bereits sind, die Boote zu bewachen, besichtigen wir die einzigartigen Denkmäler lieber zu Fuß. Bevor wir wieder einsteigen, werfen wir noch einen Blick auf das Schloss und den barocken Kirchenturm des ehemaligen Spitals St. Jošt. In großem Bogen umfahren wir den Stadtteil Latrán, der eigentlich die Vorburg des Schlosses und der Burg bildet. Von den einzelnen Gebäuden fasziniert uns bestimmt die Stadtbastei vom Beginn des 16. Jahrhunderts, ein Teil des Areals der Klöster des Hl. František und Hl. Klára mit der Kirche Fronleichnam und zweifelsohne auch die Brauerei Regent, deren Kern im Jahre 1625 vom Wittwensitz der Anna aus Roggendorf in den 60er Jahren des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Wehr U jatek hinter der Brücke in der Nähe der Bastei befahren wir ohne Probleme. Von links fließt das Flüsschen Polečnice hinzu, welches, obwohl es wie ein kleines Bächlein aussieht, im August 2002 die Gemeinden Nové Dobrkovice und  Staré Dobrkovice wild verwüstete. Hier sehen wir das aus der Renaissance stammende Budweiser Tor aus den Jahren 1596-98, die dreibogige Steinbrücke mit zwei Kapellen und die mittelalterliche Vošáhlík- Mühle, die zu einem Kaufhaus umgewandelt wurde. Wir unterqueren die Straßenbrücke und verlassen allmählich die Stadt.

Der Fluss schlängelt sich immer noch durch Felsen. Etwa nach 5 km kommen wir an den Felshängen von Chabičovice mit einem Mischwald auf der rechten Seite vorbei, deren gesetzlicher Schutz vorbereitet wird, wobei wir über leichte Stromschnellen schaukeln. Die gegenüber liegenden Felsen der Sieben Schlafenden sind ein Bergsteigergelände. Nach kürzerer Fahrt durch einen ebeneren Abschnitt taucht rechts die ursprünglich spät romanische Kirche St. Maria Magdalena aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts in Černice auf, und dahinter weitere Bergsteigerfelsen, links an den Einzelgehöften Imbisskiosk Hacienda. Wir unterqueren die Brücke bei Rájov die ehemalige Furt bildet eines befahrbare Stufe, rechts lassen wir das Dorf Rájov hinter uns. Von hier aus bis zum Einzelgehöft U Cáby bildet der Fluss die Grenze des Landschaftsschutzgebietes Blanský les. Daher sollte Ihnen auch nicht einfallen, schwarz zu zelten oder sogar ein Feuer am Ufer anzumachen. Vor uns auf einem Felsen beginnt das Panorama von Zlatá Koruna. Die hiesige Wehrschleuse ist für tüchtigere Wassersportler befahrbar, das bedeutsame Camp bietet auch eine Erfrischung, in der nahen Gemeinde gibt es viele weitere Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten. Wir umfahren das nationale Kulturdenkmal des Klosterareals Zlatá Koruna fast in Kreise, vom Fluss aus sehen wir jedoch zwischen den Bäumen vor allem die Wirtschaftsgebäude, die das Kloster säumen. Im weiteren Abschnitt zwischen Zlatá Koruna und dem Wehr U Rybů müssen wir zum Unterschied zum vorherigen mit dem Auftreten zahlreicher Schnellen und Felsen im Fluss rechnen. Zum Ende der Schleife bemerken wir am linken Ufer eine hübsche Erkerkapelle und Bauernhäuser im Stile des Bauernbarocks, an die die Wandertrasse Nr. 6 vorbeiführt. Auf der rechten Seite sehen wir den Rohan-Felsen mit einem Mischwald am felsigen Hang, ein weiteres, in Vorbereitung befindliches Schutzgebiet. Weitere bewaldete Felshänge auf der linken Seite sind als erste Zone des Landschaftsschutzgebietes Blanský les geschützt. Über eine weitere Schleife umfahren wir eine ausgedehnte Halbinsel mit einer Fläche von 26 ha, auf welcher sich das keltische Oppidum Třísov befand – ausführlich siehe Trasse Nr. 6, wobei es vom Fluss aus überhaupt nicht interessant aussieht. Am rechten Ufer ist bestimmt der Imbiss U Maringotky viel interessanter und am Hang aus natürlichem Geröll der Tannenmischwald Čertova stráň (Teufelshang), ein in Vorbereitung befindliches Schutzgebiet, das auch fast nicht mehr zu erkennende mittelalterliche Befestigungsanlagen umfasst. Wir Beenden das Umfahren des Oppidums, kommen an einem Camp vorbei und vor uns taucht die romantische Ruine der gotischen Burg Dívčí Kámen  (Beschreibung Trasse Nr. 6) auf, wobei unterhalb von ihr linkerseits der Bach Křemžský potok einmündet. Wir passieren das Gehöft U Cáby, wo wir das Landschaftsschutzgebiet Blanský les verlassen. Vom Wehr Pozděraz blieb nichts übrig, an der Stelle  der im Jahre 1389 belegten Mühle steht rechts eine geschmacklose Hütte und zum gegenüber liegenden erhaltenen Fährhaus U Rybáka müssen wir selbst schwimmen. Die unwiederholbare Atmosphäre des heute in Mitleidenschaft gezogenen Ortes ist lediglich auf den Bildern des Malers Adolf Träger erhalten, der hier in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts häufig zum Müller Kizbisem fuhr, und die sich im Südböhmischen Museum befinden. Den Wassersportlern steht hier eine weitere Erfrischung zur Verfügung. Die Mündung des Baches Rančický potok rechts verdeckt eine Höhle und eine ausgedehnte Wochenendhaussiedlung. Hinter einer jähen Biegung kehrt der sich wendende Fluss zurück gegen Westen, wobei auf der rechten Seite hoch auf einem bröckelnden Felsen ein unscheinbarer Rest der Mauer der Burg Maškovec aus dem Jahre 1380 zu sehen ist, die im Jahre 1493 bereits als verödet angeführt wurde. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie durch den habgierigen Besitzer als Baugestein verkauft. die letzten Schnellen und nach dem "Öl" gelangen wir zu einem durchbrochenen Wehr am Einzelgehöft U Rybů. Heute steht es leider nicht mehr allein. Zu beiden Ufern gibt es viele Wochenendhäuser. Auf der linken Seite sind in den Felsen die Gestaltungen des Fritsche-Pfades zu sehen, den der Klub der tschechischen Touristen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete. Auf dem Felsen ist im Walde die Feste Záhorčice verborgen. Das Wehr bei der Zátka-Mühlen passieren wir lieber am linken Ufer wobei an einem kleinen Kraftwerk, indem wir die Boote tragen. Rechts befindet sich ein voll funktionstüchtiges Kraftwerk, und zwar der Fabrik des führenden mitteleuropäischen Herstellers von Eierteigwaren und Mahlprodukten der Gebrüder Zátka (Bratří Zátkové, spol.s r.o.) mit einer Tradition bereits seit dem Jahre 1869. Zum Ende des Waldes auf der linken Seite bietet das Kanucamp sämtliche Dienstleistungen. Die Dominante von Boršov nad Vltavou ist die wertvolle spätgotische Kirche St. Jakob des Größeren mit dem typischen Dach des Turms, wobei die Gemeinde den Wassersportlern eine Reihe von Verpflegungsmöglichkeiten bietet. Wir unterqueren die ganz neue Straßenbrücke und unmittelbar hinter der Eisenbahnbrücke rechts können wir die Fahrt beenden, zum Bahnhof ist es nicht weit. Insgesamt haben wir 37 km absolviert.

Ansonsten fahren wir vorsichtig durch die Reste des durchbrochenen Wehrs, wobei wir rechts kurz zum Ortsteil Poříčí blicken, wo sich ein barockes dreiflügeliges Schloss mit einem gleichsam vernachlässigten Park und dem wertvollen Tulpenbaum befindet. Hinter einer jähen Schleife folgt eine weitere Straßenbrücke und ein Wehr, wobei die Schleuse in der Mitte gut befahrbar ist. Dasselbe gilt auch für das Wehr im Stadtviertel Rožnov, dessen Kern ein ländliches Denkmalschutzgebiet der Volkarchitektur ist. Vielleicht gelingt es uns, zumindest die hinteren Trakte der gut erhaltenen Bauerngehöfte zu erblicken, die in ihrem Kren aus der Renaissance stammen. Und schon sind wir am Ziel unserer Reise, in České Budějovice (Budweis). Die weiteren Wehre Trilčův, Jiráskův, ggf. České Vrbné können lediglich bewältigt werden, indem wir die Boote tragen. Die Flößerschleusen mit dem Retarder sind geschlossen, und unbeschadet hat sie kaum jemand passiert. Bis an den Zusammenfluss mit der Maltsch misst die Trasse ehrenwerte 45 km.

Es währe selbstverständlich möglich, weitere 9,3 km bis nach Hluboká nad Vltavou fortzusetzen, jedoch ist der Fluss für die Wassersportler nicht mehr interessant. Und was sollte erst unterhalb von Hluboká geschehen, wo die Staumauer des Wasserreservoirs Hněvkovice ist, das das Kernkraftwerk Temelín mit Wasser versorgt. Auch wenn die Natur rund um das Reservoir herrlich ist.